Gehirnmodell beim Wissenschaftsmarkt, Pavillon vor der Alten Universität

Gehirnmodell beim Wissenschaftsmarkt, Pavillon vor der Alten Universität

    “Überhaupt begreife man wohl, daß unser Denken nichts Anderes ist, als die organische Funktion des Gehirns, und sonach jeder andern organischen Thätigkeit, in Hinsicht auf Anstrengung und Ruhe, sich analog verhält. Wie übermäßige Anstrengung die Augen verdirbt, ebenso das Gehirn. Mit Recht ist gesagt worden: das Gehirn denkt, wie der Magen verdaut.” (Schopenhauer, 1851)

Heiße Luft – wenn es die Johannes Gutenberg-Universität einmal bis zur Exzellenz geschafft hat, dann in der Erzeugung von heißer Luft.

Zum “Wissenschaftsmarkt” ist der Mainzer Forscher vom Campus in die Stadt heruntergestiegen und hat sein Feldlager am Gutenbergplatz errichtet. In Pavillons hantiert er mit seinen Gerätschaften und Experimenten, zum mentalen Nutzen und Frommen der Stadtbevölkerung, die ihn und das Volk vom Campus üblicherweise als “Studendekepp” verlästert. Die kleine weiße Zeltstadt vor dem Theater ist schön anzusehen – aber so nichtsnutzig wie eine ICE-Klimaanlage.

Denn wie in jedem Jahr hat sich die Luft unter der Stoffbespannung auch an diesem Juni-Wochenende spätestens zur Mittagsstunde auf Temperaturen aufgeheizt, die der Besucher aus Zügen der DB kennt – “senk ju vor schwitzing with Johannes-Gutenberg-Junivörsiti …”