“… und ich war im Herzen als wie der Keim, der aus erster Verhüllung …”

Stresemannufer

    Stresemannufer

“… ans Licht hervorbricht …” (Bettina von Arnim)

Die Rheinpromenade zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Winterhafen ist ein lohnendes Terrain zur Ergänzung des universitären Lehrbetriebes auf dem Campus. Vor einem Monat suchten Geographiestudenten am Kurfürstenbrunnen Auskunftspersonen für eine Umfrage. Vergangene Woche erfassten angehende Ingenieure bei Vermessungsübungen die trigonometrischen Besonderheiten der Malakoff-Terrasse.

Am Dienstag war das Stresemann-Ufer an der Reihe. Dort improvisierten Studenten der Lehreinheit Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Mainz: Alltagsmaterialien (Wolle, Strumphosen, Alufolie) in Kombination mit dem Inventar des “öffentlichen Raums” (Templertor, Ufermauer, Grünanlage, Malakoff-Treppen).

An Templertor und dem Treppengeländer waren wollene Netze gespannt. Auf die Ufermauer hatte man zur Ergänzung der pflanzlichen Berankung Aluminiumadern appliziert. Ebenso ungewohnt , weil schwarzbestrumpft, zeigte sich ein Strauch vor Forsythienkulisse. Worüber sich natürlich prompt eine rotgehechelte Joggerin echauffieren musste. Nicht umsonst ist urbane Kunst selten beständig.