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Dom

Das Bild zeigt die Turmspitze des Doms und ein Düsenflugzeug

    Der Herrgott saß auf Wolkenkissen und sah sich seine Erde an. Was braust herauf? Sieh da, das is ’n Aeroplan.” (Kurt Tucholsky)

Good Guy

Das Bild zeigt eine mit einer Schlange kämpfende Löwenfigur am Ostchor des Doms

    “… da mit unverzagten siten / ein wurm unde ein lewe striten. / der wurm was starc unde groz / daz viur im uz dem munde schoz …” (Hartmann von Aue)

Der “gute Löwe” von der Nordflanke des Ostchors ringt das Böse in Gestalt einer Schlange oder eines Lindwurms nieder. Das Zitat entstammt einem mittelalterlichen Vers-Epos des Hartmann von Aue. Iwein ist ein Ritter der Tafelrunde von König Artus. Er steht einem Löwen bei, der im Kampf gegen einen Lindwurm zu unterliegen droht. Aus Dankbarkeit weicht das Tier nicht mehr von seiner Seite – Iwein wird zum” Löwenritter”. Mittelalterlich ist der steinerne Löwe freilich nicht – aufgestellt wurde er erst 1878.

Bad Guy

Das Bild zeigt eine Löwenfigur am Ostchor des Doms

    “Aber nicht wollt ihr erschrecken, wenn es blitzt im Herzensgrund, wenn die Sklaven, kettenwund, doch den Gott in sich entdecken. Hört, es kann die Stunde kommen, wo das Lamm ein Löwe heißt, wo es brüllend euch zerreißt …” (Nikolaus Lenau)

Als Symboltier verkörpert der Löwe sowohl das Gute als auch das Böse. Diese Doppeldeutigkeit wird durch das Begleitattribut aufgelöst: Als Raubtier, das ein Lamm reisst, steht der Löwe auf der Südflanke des Ostchor des Doms für üble Mächte und böse Gefahren.

Domkreuzgang

Das Bild zeigt ein Spinnennetz im Maßwerk des Domkreuzgangs

    “Seine Gesetzmäßigkeit wird immer klarer und sichtbarer und wie ein schimmerndes Spinnennetz scheint es sich mit hundert wohlgefügten Fäden an seinen Mauern zu halten. ” (Rilke)

Domplatz

Das Bild zeigt einen Wasserspeier am Dom

    “… vom blauen Himmel hob sich jetzt klar und deutlich in allen Einzelheiten der Glockenturm ab mit seinen Nebentürmchen, die Spitze der Abtei, wie gespickt mit fratzenhaften Wasserspeiern, unheimlichen Gesichtern, mit denen der Fabelglaube unsrer Väter ihre gotischen Heiligtümer versehen hat.” (Guy de Maupassant)

“Gehörst du zu jenen Seelen, wird die dir innewohnende Liebe zur Form und …”

Augustinerkirche

    Augustinerkirche

“… zu den Farben im Beginn deines Rausches zunächst einen ungeheueren Weideplatz finden. Die Farben werden ungewohnten Glanz annehmen, mit siegreicher Kraft in dein Gehirn dringen. Die Deckengemälde, mögen sie zart, mittelmässig oder selbst schlecht sein, erhalten ein erschreckliches Leben…” (Baudelaire, über einen Zustand, den ein ehemaliger US-Präsident einmal mit den Worten “never inhaled” umschrieb)