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Bleichenviertel

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    … und wenn ein Vogel saß, so wußte man doch, daß es ein Vogel war, ein Himmel wuchs aus ihm heraus und blieb um ihn stehen, eine Weite war zusammengefaltet auf jede seiner Federn gelegt und man konnte sie aufspannen und ganz groß machen.” (Rilke)

Zanggasse

Das Bild zeigt Kneipen-Transparente in der Dunkelheit

    “… and so long as a man rides his hobby-horse peaceably and quietly along the King’s highway, and neither compels you or me to get up behind him, —- pray, Sir, what have either you or I to do with it ?” (Lawrence Sterne)

Zanggasse

Zanggasse

    “Das Licht, das durch die schwebende Glaskugel auf den Arbeitstisch fällt, ist das Reich phantastischer Geister; es füllt die Einbildungskraft während der nachdenklichen Arbeit mit wunderlichen Gestalten und Bildern und gibt den Gedanken eine Färbung, wie sie ihnen keine andere Lampe, patentiert oder nicht patentiert, verleihen kann.” (Wilhelm Raabe, 1863)

“… und ewig droht der Baggerzahn …” (Jörg Müller)

Ecke Mittlere Bleiche, Heidelbergerfassgasse

    Ecke Mittlere Bleiche, Heidelbergerfassgasse

Dort stand bis gestern das alte Kassenhäuschen einer ehemaligen Tankstelle. Aufgegeben wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten. Die Zapfsäulen demontiert. Ebenso die geschwungene Überdachung, die den Platz überwölbt haben mochte. Geblieben der typische fast vollverglaste Verkaufsraum im Stil der 50er oder 60er. Oval, mit planer Dachplatte. Natürlich weder von besonderer ästhetischer Qualität noch erhaltungwürdig und bestimmt kein Industriedenkmal. Brauchbar vielleicht als Kulisse für ein schnelles, verhuschtes B-Roadmovie. Jetzt nicht mehr. Vorbei, verweht.

“Daß es mir zum Beispiel niemals zum Bewußtsein gekommen ist, wieviel …”

Zanggasse

    Zanggasse

“… Gesichter es giebt. Es giebt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere. Da sind Leute, die tragen ein Gesicht jahrelang, natürlich nutzt es sich ab, es wird schmutzig, es bricht in den Falten, es weitet sich aus wie Handschuhe, die man auf der Reise getragen hat. Das sind sparsame, einfache Leute; sie wechseln es nicht, sie lassen es nicht einmal reinigen. Es sei gut genug, behaupten sie, und wer kann ihnen das Gegenteil nachweisen?” (Rilke)